Ein Hausnotruf kostet im Basistarif laut Verbraucherzentrale meist 27 bis 40 Euro im Monat. Mit Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse seit dem 1. April 2026 bis zu 27 Euro dieses Basistarifs. Zusatzleistungen wie Schlüsselhinterlegung oder Sturzsensor kosten rund 30 bis 50 Euro im Monat extra, und die zahlen Sie selbst.
Die Kosten auf einen Blick
| Posten | typische Kosten (Verbraucherzentrale) | Pflegekasse |
|---|---|---|
| Basistarif | 27 bis 40 € pro Monat | übernimmt bis 27 € pro Monat |
| Zusatzleistungen (Komforttarif) | rund 30 bis 50 € pro Monat extra, teils mehr | nein |
| Einrichtung, Einweisung | im Basistarif enthalten | – |
Was im Basistarif steckt
Den Basistarif übernimmt die Pflegekasse. Er umfasst laut Verbraucherzentrale:
- die Basisstation mit Freisprechanlage
- den Funksender als Armband oder Halskette
- Installation und Einweisung
- eine Notrufzentrale, die rund um die Uhr erreichbar ist
Prüfen Sie im Angebot, ob auch die Einweisung einer Kontaktperson und die Behebung von Mängeln enthalten sind.
Was Zusatzleistungen kosten
In Komforttarifen bieten viele Anbieter weitere Leistungen an:
| Zusatzleistung | Wofür |
|---|---|
| Schlüsselhinterlegung | Helfer kommen in die Wohnung, ohne die Tür aufbrechen zu müssen |
| Kontrollanrufe | regelmäßiger Anruf, ob alles in Ordnung ist |
| Sturzsensor | löst bei einem Sturz automatisch Alarm aus |
| Mobiler Notruf mit GPS | Notruf auch unterwegs |
| Bereitschaftsdienst vor Ort | Helfer des Anbieters kommen selbst |
Laut Verbraucherzentrale kosten Zusatzleistungen rund 30 bis 50 Euro im Monat extra, je nach Anbieter und Region auch mehr. Ihr Rat: Nur buchen, was Sie wirklich brauchen. Oft reicht der Basistarif.
Wann die Pflegekasse zahlt
Die Pflegekasse übernimmt den Basistarif, wenn
- ein Pflegegrad vorliegt,
- die pflegebedürftige Person fast den ganzen Tag allein ist oder die Mitbewohnerin oft und lange weg ist,
- jederzeit mit einer Notsituation zu rechnen ist, in der sie sonst keine Hilfe holen könnte, und
- der Anbieter Vertragspartner der Pflegekassen ist.
Den Antrag stellen Sie bei der Pflegekasse, oft hilft der Anbieter dabei. Mehr zu den Voraussetzungen im Ratgeber Hausnotruf.
Beispielrechnungen
Annahmen: Pflegegrad 2, die Pflegekasse hat zugestimmt.
| Fall | Basistarif | Zusatzleistung | Pflegekasse | Ihr Anteil pro Monat |
|---|---|---|---|---|
| nur Basistarif, günstiger Anbieter | 27 € | – | − 27 € | 0 € |
| nur Basistarif, teurer Anbieter | 35 € | – | − 27 € | 8 € |
| Basistarif + Schlüsselhinterlegung | 30 € | 30 € | − 27 € | 33 € |
Die Beträge sind Rechenbeispiele innerhalb der Spannen der Verbraucherzentrale, keine Preise bestimmter Anbieter.
Ohne Pflegegrad zahlen Sie alles selbst, also meist 27 bis 40 Euro im Monat für den Basistarif. Ist das Geld knapp, kann das Sozialamt helfen.
Anbieter vergleichen: Checkliste
Hausnotrufe bieten unter anderem DRK, Johanniter, Malteser und Arbeiter-Samariter-Bund an, außerdem private Firmen. Die Preise unterscheiden sich je nach Region. Diese Fragen helfen beim Vergleich:
- Ist der Anbieter Vertragspartner der Pflegekassen? Ohne Vertrag gibt es keinen Zuschuss.
- Was kostet der Basistarif genau? Liegt er bei 27 Euro oder darunter, zahlen Sie mit Zuschuss nichts für die Grundleistung.
- Was ist im Basistarif enthalten? Einweisung, Wartung, Gerätetausch bei Defekt?
- Wer kommt im Notfall? Nur Angehörige und Rettungsdienst, oder ein eigener Bereitschaftsdienst?
- Wie funktioniert das Gerät bei Strom- oder Internetausfall? Mit Akku und SIM-Karte ist es sicherer.
- Gibt es Einrichtungsgebühren?
- Wie lange läuft der Vertrag, und wie schnell können Sie kündigen? Etwa bei einem Umzug ins Heim.
Lassen Sie sich die Preise schriftlich geben und vergleichen Sie mindestens zwei Angebote aus Ihrer Region.
Quellen
- Verbraucherzentrale: Hausnotrufsysteme erklärt: So helfen sie im Notfall, Stand 29.07.2026, abgerufen am 26.10.2026
- § 40 SGB XI: Pflegehilfsmittel
Wir testen keine Hausnotrufsysteme selbst. Preise schwanken nach Anbieter und Region.



